Naturheilverfahren

Lange Zeit in der klassischen Schulmedizin unterschätzt, hat man heute die Bedeutung der Naturheilkunde erkannt. Wir arbeiten in unserer Praxis ganzheitlich und erfolgreich unter Berücksichtigung naturheilkundlicher Verfahren und Therapien. Zu unseren Schwerpunkten gehören hier die Pflanzentherapie, Neuraltherapie und Homöopathie. Fragen Sie uns, wir beraten Sie gerne.

Pflanzentherapie (Phytotherapie)

Die Pflanzenheilkunde befasst sich mit der Anwendung pflanzlicher Heilmittel bei kranken Menschen und Tieren. Pflanzen werden seit der Urgeschichte als Arzneimittel verwendet.

Die Phytotherapie beruht dementsprechend auf den Traditionen der klassischen Kräuterheilkunde und ergänzt diese Erkenntnisse durch Untersuchungsergebnisse der modernen Chemie und Pharmazie. Heute werden schätzungsweise rund 30.000 unterschiedliche Heilpflanzen in der Pflanzentherapie eingesetzt.

Die Mehrzahl der Heilpflanzen sind die bekannten und mild wirkenden, wie z.B. Kamille, Pfefferminze und Melisse. Hier muss auch bei umfassenden Wirkstoffkomplexen eine Anlaufzeit bis zum Wirkungseintritt eingerechnet werden.

Stark wirkende Heilpflanzen wie Tollkirsche oder Digitalis wirken schnell und intensiv, sie sind jedoch leicht überzudosieren und verursachen oft stärkere Nebenwirkungen als mild wirkende Heilpflanzen. Aus diesen Gründen unterliegen diese Heilpflanzen der ärztlichen Verschreibungspflicht. Zahlreiche synthetische Medikamente entstanden durch chemische Abwandlung der Hauptwirksubstanz einer stark wirkenden Heilpflanze. Beispielsweise waren die Extrakte der Weide in der Kräuterheilkunde als wirksames Mittel gegen Schmerzen und Entzündung bekannt. Diese Salizylsäure wurde chemisch mit Acetylsäure (Essigsäure) verbunden und führte so zur Acetylsalizylsäure der Pharmaindustrie – ein Präparat, das als Aspirin® weltbekannt wurde.

Basierend auf dem 1978 novellierten Arzneimittelgesetz wurde eine aus Experten bestehende Kommission berufen, die zahlreiche Heilpflanzen hinsichtlich Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit bewertete. In dieser Liste sind heute ca. 120 Heilpflanzen enthalten.

Neuraltherapie

Die Neuraltherapie ist eine der bekanntesten Naturheilverfahren und hat kaum Nebenwirkungen.

Die Behandlung von chronischen oder akuten Erkrankungen erfolgt mit einem Lokalanästhetikum, meist Procain. Durch die Injektion werden natürliche Selbstheilungsprozesse aktiviert und der Körper in die Lage versetzt, Krankheiten selbst zu heilen. Die Neuraltherapie ist daher eine der effektivsten Therapien zur natürlichen Heilung.

Lokale Therapien

Allgemein bekannt ist der therapeutische Einsatz von Lokalanästhetika direkt an der schmerzenden Körperstelle. Sowohl Diagnose und Anwendung dieser Behandlungsmethode sind direkt nachvollziehbar und einleuchtend: Das Lokalanästhetikum gelangt direkt dahin, wo Sie Ihre Schmerzen verspüren.

Segmenttherapie

Schmerzen haben häufig komplexere Ursachen. Der Grund ist die enge Verschaltung verschiedener Körperregionen ("Segmente") über Nervenbahnen im Rückenmark. Die Segmenttherapie beinhaltet eine kurzfristige örtliche Betäubung, sorgt aber langfristig für Besserung, indem sie innerhalb eines Körpersegmentes Funktionen reguliert, Durchblutung und Reizübertragung normalisiert und Muskelverspannungen löst.

Störfeldtherapie

Schmerzen können auch durch sogenannte Störfelder erzeugt oder verstärkt werden. Darunter versteht man chronisch krankhafte Zustände, die über das weit verzweigte vegetative Nervensystem auf andere Körperregionen ausstrahlen, den gesamten Organismus schwächen und Heilungsprozesse blockieren.
Typische Störfelder sind z. B. erkrankte Zähne oder alte Narben.

Indikationen der Neuraltherapie:

  • Orthopädische Krankheiten
  • Chirurgische Krankheiten
  • Allergien
  • Akute und chronische Schmerzsyndrome
  • Neurologische Krankheiten
  • Urologische Krankheitsbilder
  • Gynäkologische Krankheiten
  • HNO-ärztliche Krankheitsbilder
  • Autoimmunkrankheiten
  • Psychovegetative Krankheitsbilder

Homöopathie

Die Bezeichnung Homöopathie (griechisch: "ähnliches Leiden") stammt von ihrem Gründer, dem Arzt und Chemiker Dr. Samuel Hahnemann (1755 – 1843).

In der Homöopathie geht es darum, die Symptome eines Patienten mit einem Mittel zu behandeln, das am gesunden Menschen ähnliche Symptome (die eigentliche Bedeutung des Wortes „Homöopathie“) hervorruft. Der Ähnlichkeitssatz „Similia similibus curentur” (Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt) ist das Fundament der Homöopathie. 30 Jahre hatte Hahnemann geforscht, um zum Kern dieser Lehre zu gelangen. Beispiele, die jedem Menschen aus dem täglichen Leben bekannt sein dürften, sind erfrierende Extremitäten, die man mit Eis zum Leben erweckt, und der Sonnenbrand, der mit möglichst heißen Umschlägen besser und schneller heilt als mit kalten.

In einer ausführlichen Anamnese (Patientengespräch) werden typische, individuelle, auffallende körperliche und seelische Symptome und deren Ursache für ein maßgeschneidertes Mittel gesammelt. Die Mittel stammen aus dem Pflanzen-, Mineral- und Tierreich und sind an gesunden Probanden geprüft.

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