Koronare Herzerkrankung

Trotz der in den letzten Jahren verbesserten Diagnostik und Therapie ist die koronare Herzerkrankung (KHK) – mit ihrer Manifestation als Arteriosklerose der Herzkranzgefäße – die häufigste Todesursache in Deutschland.

Neben einem stummen Krankheitsverlauf kann sich die koronare Herzerkrankung als folgende Krankheitsbilder manifestieren:

  • Angina pectoris,
  • Herzinfarkt (Myokardinfarkt),
  • Herzinsuffizienz, oder
  • Herzrhythmusstörungen.

Typische Symptome der koronaren Herzerkrankung entwickeln sich über Jahre durch relevante Verengungen der Gefäße.

Angina pectoris

Gekennzeichnet durch Beschwerden in Brust, Armen, Kiefer, Schulter oder Rücken, typischerweise verstärkt durch körperliche Belastung oder emotionalen Stress und Besserung der Beschwerden nach Gabe von Nitro-Präparaten (z.B. Nitrolingual-Spray® ).

Der Einriss und die Ablösung eines arteriosklerotischen Plaques kann durch Ausbildung einer Thrombose (Gefäßthrombus) das so genannte „akute Koronarsyndrom“ auslösen.

Das akute Koronarsyndrom umfasst die lebensbedrohlichen Phasen der koronaren Herzerkrankung: die durch plötzliche Änderung des klinischen Bildes verursachte Angina pectoris (instabile Angina pectoris) und der Herzinfarkt (Myokardinfarkt) mit und ohne EKG-Veränderungen. Beide Infarkttypen werden durch den Anstieg herzspezifischer Enzyme als Folge des untergegangenen Herzmuskelgewebes gekennzeichnet.

Herzinfarkt

Jährlich erleiden etwa 400.000 Patienten einen Herzinfarkt (Myokardinfarkt) von denen knapp ein Drittel tödlich verläuft.

Der Herzinfarkt ist damit nach wie vor die häufigste Todesursache in den westlichen Ländern. Achten Sie auf die typischen Symptome!

Typische Infarktsymptome:

Schmerzen in der Brust (retrosternal): Druck, Engegefühl, Stechen, Brennen, mit Ausstrahlung nach links, seltener rechts, mit Kribbeln und Taubheit in der Hand.

Weitere Lokalisationen können Schmerzen im Oberbauch, Schulter, Rücken, Hals und Unterkiefer sein.

Mögliche Begleitsymptome:

Schweißausbruch, Übelkeit mit Erbrechen, akute Magen- und Darmbeschwerden, kurz andauernde Bewusstlosigkeit (Synkope), allgemeine Nervosität.

So genannte stumme Infarkte ohne jegliche Symptomatik sind besonders gefährlich und finden sich häufig bei Patienten mit Diabetes mellitus.

Bei diesen Symptomen, insbesondere wenn Sie über eine längere Zeit (länger als 30 Minuten) anhalten, sollten Sie unverzüglich medizinische Hilfe in Anspruch nehmen!

Wir stehen Ihnen selbstverständlich in Notfällen mit Rat und Tat zur Seite.

Außerhalb der Praxisöffnungszeiten wählen Sie bitte die Notfall-Nummern des Deutschen Roten Kreuzes oder der Notfallpraxis Freiburg.

Telefon Notdienste

  • Notfallpraxis in der Medizinischen Universitätsklinik:
    Telefon (07 61) 116 117
  • DRK Leitstelle:
    Telefon 112

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