Diabetes und Ernährung

Eine ausgewogene Ernährung ist für eine erfolgreiche Diabetes-Behandlung eine Grundvoraussetzung.

Wichtig für Typ 2-Diabetiker ist ein möglichst konstantes Körpergewicht, da in der Regel die Insulinwirkung mit steigendem Körpergewicht abnimmt. Eine Gewichtsreduktion führt deshalb zu einer deutlichen Verbesserung der Blutzuckerwerte.

Kohlenhydrate

Nur Kohlenhydrate haben einen direkten Einfluss auf Ihren Blutzuckerspiegel – dennoch müssen Sie nicht darauf verzichten.

Um Blutzuckerschwankungen zu vermeiden, können Sie kohlenhydratreiche Speisen auf viele kleinere Mahlzeiten verteilen. Besonders empfehlenswert sind die an Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralstoffen reichen Vollkornprodukte. Diese Produkte wirken sättigend und lassen den Blutzucker relativ langsam ansteigen. Aber Vorsicht! – auch sie enthalten Kohlehydrate und sollten deshalb nur in Maßen verzehrt werden. Kleine Mengen von Zucker sind bei ausreichender Kontrolle gestattet, zum Süßen von Getränken sollten Sie jedoch kalorienfreie Süßstoffe verwenden.

Fette und Öle

Fette und Öle spielen in der Ernährung eine wichtige Rolle, aber auch hier sollten Sie auf Grund der Gefahren rascher Gewichtszunahme Maß halten. Wo es möglich ist, sollten Sie tierische Fette durch pflanzliche Fette ersetzen. Besonders positive Wirkungen haben die ungesättigten Fettsäuren in Oliven-, Rapsöl sowie die an ungesättigten Fettsäuren reichen Seefische.

Alkohol

Gelegentlicher Alkoholkonsum in geringen Mengen und in Form von ein bis zwei Gläsern Wein sind zwar unproblematisch, achten Sie jedoch darauf, dass Sie dazu kohlenhydratreiche Speisen zu sich nehmen, um den so genannten Unterzucker zu vermeiden.

Sofern Sie unter Übergewicht leiden, sollten Sie auf Alkohol komplett verzichten, da er neben dem hohen Energiegehalt die Entstehung von Bluthochdruck und Fettstoffwechselstörungen begünstigt – weitere Risikofaktoren, die wiederum Gefäßerkrankungen begünstigen können.

Vitamine

Wichtig zur Prophylaxe der typischen diabetischen Folgeschäden wie Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefäße sind die Vitamine A, C, und E, die so genannte „freie Radikale“ neutralisieren können. Da diese Inhaltsstoffe vor allem in frischem Obst und Gemüse enthalten sind, sollten Sie an keinem Tag darauf verzichten.

Bei Mangelerscheinungen wie z.B. Infektanfälligkeit, sollten diese Vitamine gezielt ersetzt werden.

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